Was ist Shoujo bei Anime und Manga?
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Shōjo, oder auch Shoujo geschrieben, ist ein japanischer Ausdruck und bedeutet wörtlich übersetzt „Mädchen“.

Deswegen ist es auch nicht sehr verwunderlich, wenn jemand der schon etwas länger im Bereich Anime und Manga unterwegs ist das Genre „Shōjo“ mit Liebesdramen verbindet.

In diesem Beitrag wollen wir erklären, was das Shōjo-Genre eigentlich ist, wie es sich entwickelt hat und was man von diesem Genre erwarten kann.

 

Was steckt hinter dem Begriff Shoujo-Manga?

Shōjo-Manga waren ab dem 20. Jahrhundert einfache Vier-Panel Comics, die in ihrer Handlung abgeschlossen waren. Erst mit dem, von Osamu Tezuka gezeichneten Manga „Ribon no Kishi“, der von 1953 bis 1958 lief, waren die heute bekannten Shōjo-Manga geboren. Ja, damals haben fast ausschließlich Männer Shōjo-Manga gezeichnet.

Erst in den 1960er Jahren, mit der Einführung von wöchentlich erscheinenden Manga-Magazinen für Mädchen wie zum Beispiel Margaret oder Shōjo Friend, galten Shōjo-Manga als Manga von Frauen für Mädchen.

Toshiko Ueda, Hideko Mizuno, Miyako Maki, Masako Watanabe und Chikako Urano sind einige Mangaka, die diese Ansicht prägten. Bis 1969 hielten sich die Mangaka noch immer an die von damals aufgestellten Themen, Ästhetiken, Zeichenstilen und Zeichentechniken.

Die Gruppe der 24er, bestehend aus unter anderem Moto Hagio, Yumiko Ōshima, Keiko Takemiya und Riyoko Ikeda, starteten jedoch eine Revolution und änderten die komplette Ästhetik des Shōjo-Genres in Hinblick auf die oben genannten Punkte.

Es gab ein breiteres Maß an Themen, der Zeichenstil und die Zeichentechnik sind dadurch so geworden, wie wir heute Shōjo-Anime und Manga kennen. Heutige Beispiele für typische Shōjo-Manga und Anime wären „Sailor Moon“ oder „Ao Haru Ride“.

 

Was macht einen Shoujo-Manga aus?

 

Zeichenstil

Shoujo-Manga und Anime haben seit der Revolution einen eindeutig wiedererkennbaren Zeichenstil.

Scharfe Kanten und starke Schraffuren finden sich im typischen Art style nicht wieder. Shoujo-Manga und Anime haben oft einen überwiegend weichen Zeichenstil mit, falls vorhanden, grellen und bunter ausfallenden Farben, sowie idealen und funktionalen Charakterdesigns.

Bei Mädchen werden die Augen oft noch größer und glitzernder gezeichnet und legen den Fokus auf viel Gestik und Mimik. Jungs hingegen erfüllen eher ein für Japan entsprechendes Idealbild, mit ruhiger und verhaltener Gestik und Mimik. Allgemein werden Shōjo-Manga und Anime oft mit einem verniedlichten Zeichenstil gestaltet.

 

Themen

Das Thema Liebe bzw. Liebesbeziehungen steht oftmals in Shoujo Manga und Anime im Mittelpunkt, wobei dies jedoch keine Pflicht für das Shoujo-Genre darstellt.

So gehört „Banana Fish“, ein Manga/Anime über geheimnisvolle Ereignisse und Mafiatreiben in das Shoujo-Genre. Ein weiterer bekannter Vertreter des Shoujo-Genres mit anderem Themengebiet ist „Tokyo Mew Mew“, ein Manga und Anime über ein Mädchen, das für einen Jungen schwärmt und mystische Fähigkeiten erhält, um nun gegen das Böse zu kämpfen.

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Ich bin Chris und seit langer Zeit bei den Themen Japan, Anime, Manga, Webtoons und Video Games dabei. Damals angefangen mit dem RTL II Nachmittagsprogramm, Pokito und der Playstation 1 fesselt es mich bis heute.

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