Einer der größten Trends in Deutschland, der aus Japan zu uns kommt, ist wohl der, des Izakaya. Der Name „Izakaya“ setzt sich aus den drei japanischen Wörtern („iru“ = verweilen, „saka“ = Sake und „ya“ für Geschäft) zusammen. Das bedeutet also in etwa auf Deutsch übersetzt „Sake Laden zum Verweilen oder sitzen“. Um eines dieser Restaurants in Deutschland zu besuchen, ist nicht einmal ein Besuch im Japan Viertel in Düsseldorf nötig. Es finden sich bereits über ganz Deutschland verteilt Izakayas und die Tendenz eines in der Gegend zu finden ist steigend.

Wie und wo entstanden Izakayas?

Die ersten Überlieferungen von Izakaya-artigen Etablissements finden sich am Anfang des 8. Jh n. Chr. wieder. Dort wird überwiegend von Sake Verkaufsständen berichtet. Erst in der Edo Ära von 1603 bis 1867 begann die Entwicklung und Verbreitung von Izakayas richtig an Fahrt. Sie begannen als Alkoholständchen, bei dem nach Gewicht des getrunkenen Alkohols gezahlt wurde. Mit der Zeit benutzten die Betreiber alte Sake Fässer als erste Sitzgelegenheit in diesen Etablissements und boten mit der Zeit Snacks an, sogenannte „Sakana“. Aus diesen Entwicklungen entsprang die heutige Form des Izakaya.

Was ist ein Izakaya?

Was der Name Izakaya auf Deutsch übersetzt bedeutet, haben wir bereits in der Einleitung erfahren. Doch was genau macht ein Izakaya so besonders und warum sollte man als Fan der japanischen Kultur oder des guten Essens unbedingt eine solche Gaststätte besuchen?

Die Getränke

In einem Izakaya stellt eines der Hauptelemente selbstverständlich der Sake dar. Doch neben allgemein alkoholischen Getränken werden eine große Anzahl Erfrischungen angeboten. Wer auf der Suche nach blanken Alkoholkonsum in japanischem Stil ist, muss sich hierfür auf die Suche nach einer japanischen Shot-Bar machen. Die Getränkeauswahl in einem Izakaya orientiert sich jedoch eher an dem Bild einer deutschen Kneipe. So können in einem traditionell ausgelegten Izakaya keine riesige Cocktail-Karte oder dergleichen erwartet werden. Viel mehr findet sich hier Bier und Sake wieder.

Beispielbild für eine gemütliche Runde in einem Izakaya

Die Speisen

Im Umfang der Speisekarte können von einem Izakaya zum anderen wohl die größten Unterschiede auftauchen. So kann es die Speisekarte eines guten japanischen Restaurants aufweisen oder aber nur „japanische Tapas“ anbieten. Typische Gerichte, die sich in einem besser ausgestatteten Izakaya finden, lassen sind unter anderem finden lassen sind: Ramen, Karaage, Sashimi, Yakisoba und Kushitake bzw. Yakitori. In manchen Izakayas kann man auch Sushi genießen, obwohl es nicht das Hausgericht bzw. das Restaurant nicht darauf aufbaut.

Das Ambiente

Von außen lässt sich ein Izakaya üblicherweise an den ikonischen bekannten japanischen roten Lampions erkennen, die vor allem nachts die Straße schön dekorieren. Diese sind auch als „Akachōchin„, oder nur Chōchin bekannt.

Klassische rote Lampions finden sich vor einem Izakaya wieder

Ein klassisch aufgebautes Izakaya, dass sich streng an den japanischen Traditionen orientiert, wird keine typisch westliche Tische bereitstellen. Viel eher anzutreffen ist eine Theke mit Barhockern oder ansonsten sehr flache Tische mit Sitzkissen oder japanischen „Tatami“ also Reisstrohmatten. Es wird wie in der japanischen Kultur auch üblich um Reinlichkeit und Ordnung gebeten, weshalb es in Izakayas sehr üblich sein kann, die Schuhe auszuziehen. Auch vorkommen kann die „Otoshi“ eine in Izakayas übliche Platzgebühr, die Wasser und Snacks beinhaltet.

Durch diese typischen Merkmale wird ein echter japanischer Flair auch inmitten Deutschlands zur Realität und man bekommt das Gefühl direkt in Tokio zu sitzen.

Die Verbreitung von Izakayas in Deutschland

Izakayas sind schon längst in Deutschland und anderen Teilen der westlichen Welt angekommen und sind in der Lage sich unter den sonst üblichen Gaststätten zu etablieren. So hat es zum Beispiel das „The Izakaya Restaurant“ in Wachenheim geschafft einen berüchtigten Michelin Stern zu bekommen und sich somit eine exklusive Gesellschaft der Gaststätten einzureihen.

Der Kerngedanke

Natürlich lassen sich vor allem in den deutschen Großstädten auch eine üppige Menge an nicht so exklusiven und hochpreisigen Izakayas finden, die dem eigentlichen Kerngedanken näher sind. Nämlich ein kleines Restaurant/Bar in dem man nach einem Arbeitstag oder an Wochenenden einen Absacker und gutes Essen zu fairen Preisen genießen kann.

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Ich heiße Marc, bin Mitgründer von Wetaku und 22 Jahre alt. Meine weiteren Hobbys sind Computerhardware, Gaming, Volleyball, sowie Motorradfahren.

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